"Tierheimhunde aus dem Ausland" von Ute Dissemond

Frage an den alten Hund: Wie sieht Liebe aus?

"Liebe hat Hände, die mich streicheln und mir Futter geben"
"Liebe hat Beine, die mit mir jeden Tag durch den Wald und Wiesen laufen"
"Liebe hat Ohren, die meine Seufzer und stummen Klagen hören"
"Liebe hat Augen die meine Not sehen"
"Liebe begleitet mich überall hin, auch auf meinem letzten Weg"
"Liebe vergisst mich nicht"

(Verfasser unbekannt)

Beicht von:
http://www.alterhundnaund.de/
Gesendet: Sonntag, 13. November 2005

Die Neuerscheinung "Tierheimhunde aus dem Ausland" von Ute Dissemond ist erschienen und kann direkt bei Ute Dissemond betellt werden.


"Hallo zusammen,
ich möchte allen mitteilen, dass mein Buch Sonnenhunde, Tierheimhunde aus dem Ausland nun endlich erschienen ist. Es ist ab sofort bei mir aber auch im Buchhandel zu bestellen.
ISBN 3-9810026-3-6
Diese Mail bitte großzügig weiterleiten.
LG
Ute
www.sonnenhunde.de "


Neu, mein Buch: "Sonnenhunde, Tierheimhunde aus dem Ausland" ist endlich da. Lesen Sie auch meinen Artikel über Auslandshunde, erschienen in dem Hundemagazin "Wuff" Ausgabe 10/05.

Bei Fragen und Buchbestellungen nehmen Sie Kontakt auf unter: dissemond@sonnenhunde.de

Anfragen per E-Mail werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet.

Über mich:

Hunde faszinieren mich bereits seit meiner Kindheit und gehören auch seítdem zu meinen ständigen Begleitern.
Durch jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Hunden und eine mehrjährige Ausbildung im Bereich der Tierpsychologie, welche die allgemeine Ethologie, sowie die spezielle Ethologie von Hund, Katze und Pferd umfasst, liegt fundiertes Fachwissen vor.
Prüfungsdiplome in der Tierpsychologie und der Tierhomöopathie liegen seit 2004 vor.

Ein persönliches Schlüsselerlebnis hatte ich vor 20 Jahren, als ich die Bekanntschaft mit einem Fundhund machen durfte. Es handelte sich vermutlich um einen ca. 6-8 Wochen alten Schäferhund-Rottweiler-Mischling, der in einer alten Sporttasche auf einem Parkplatz gefunden wurde.

Ich habe noch nie einen Hund bei einem Züchter gekauft und beabsichtige es auch in Zukunft nicht. Nicht das ich etwas gegen Züchter oder Rassehunde hätte, aber nach meiner Auffassung gibt es überall und in jedem Tierheim genügend Hunde und oft auch Rassehunde die eine faire Chance auf ein schönes Hundeleben verdient haben.

Mein besonderes Interesse gehört den Hunden aus dem Ausland.

Zur Zeit führe ich eine mobile Hundeschule und Fahrpraxis.

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Die folgende Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-Liste mit der Bitte, sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten. Toller-Info bittet alle Leserinnen und Leser um aktive Aufklärung zukünftiger Hundehalter. Dieser Artikel darf und soll weiterverwendet werden. Hundehändler sind überall. Gerade aus östlichen Ländern blüht der Hundehandel, vor allem mit Rassehunden.


EINE TRAURIGE HUNDEGESCHICHTE

Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwesteren. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie sie am nächsten Morgen aus dem Käfig nehmen, sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird. Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar absabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen. Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von zwei Herzen. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine Artgenosssen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich .... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur Händlerware.

Lea

c 1999 J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer

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